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Petra Kessler erzählt, dass verschiedene Therapien scheiterten, weil sie noch nicht bereit war, etwas zu ändern.

Was gibt es so an Erfahrungen mit Ärzten, Therapeuten, wo Sie sagen, das war irgendwie gut oder hilfreich?
Das ist eine gute Geschichte. Also ich habe einige Therapien gemacht und es gab, ich glaube, zwei Therapeuten, die mir überhaupt nichts gebracht haben. Aber ich bin ja auch ein Mensch, der diese freie Wahl nie genutzt hat. Also ich denke halt immer, ich gehe dahin und ich wechsle da nicht, sondern gehe dann immer wieder dahin. Und eigentlich ist es dann immer nur lästig, diese Termine zu machen und dahin zu gehen und das irgendwie in den Tagesplan reinzukriegen. Weil das muss ich ja dann immer wieder austarieren mit Essen und Laufen. Ja und es gab einige Therapeuten, oder eine Therapeutin, die habe ich dann auch irgendwie hintergangen. […]
Letztlich glaube ich, war immer das so, dass ich eigentlich nie zunehmen wollte. Und ja, jetzt auch noch. Und ich glaube, daran ist es letztlich immer gescheitert. Ich habe mir das zwar immer angehört und fand das toll und habe viele Sachen ausprobiert. Und das hat mir dann auch geholfen, aber letztlich war es dann immer- zum Beispiel hat mir mal eine Therapeutin gesagt, ich soll nach dem Essen nochmal rausgehen, damit das Essen nicht immer so ein Abschluss ist. Und das habe ich gemacht, aber mit großem Widerwillen. Und ich habe da auch keine Lust drauf gehabt nach dem Essen. Weil für mich bedeutet Essen: ausziehen, duschen vorher und zurechtmachen. Und dann mich wieder anzuziehen und rauszugehen: nee. Ich denke, was ich nicht will, das will ich nicht. Und da kann ein Therapeut auch nichts tun. Ich weiß nicht, was ich von einer Therapie erwarten will, wenn ich nicht bereit bin, irgendwas richtiggehend zu ändern.

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