Die Erfahrungen von Karl-Heinz Fischer

Portrait Karl-Heinz Fischer ist zum Zeitpunkt des Interviews 78 Jahre alt. Er ist verheiratet und hat vier Kinder und sechs Enkelkinder. Als die Diagnose gestellt wurde, war er 60 Jahre alt. Er wurde zunächst lange Zeit mit Tabletten behandelt und spritzt inzwischen zusätzlich Insulin.

 

Herr Fischer hatte schon mehrere heftige Unterzuckerungen, wegen denen er sogar ins Krankenhaus musste. Ihm macht das keine große Angst, aber seine Frau macht sich deswegen Sorgen. ( )  Zuletzt hingen die Unterzuckerungen mit einer Magenband-Operation zusammen. Herr Fischer war sein Leben lang übergewichtig und war damit immer unzufrieden. Viele Diäten blieben erfolglos und so entschied er sich 2008 dazu, sich den Magen durch ein sogenanntes „Magenband“ verkleinern zu lassen. Er hoffte, dadurch abnehmen und sein Gewicht halten zu können. Leider hat das bislang nicht geklappt und die Ernährungsumstellung nach der Operation führte zu den Unterzuckerungen.

Herr Fischer hat zwar als eine Folge des Diabetes polyneuropathische Beschwerden, fühlt sich aber die meiste Zeit wegen seines Diabetes nicht beeinträchtigt und möchte auch seine Erkrankung nicht in den Vordergrund stellen. ( ) Er versucht sich an die „Vorgaben“ zu halten, was, wie er weiß, in seinem eigenen Interesse liegt. Er hat weniger sein Essen umgestellt als vielmehr die Insulindosierung angepasst. Alles in allem empfindet er seine Schlafapnoe lästiger als den Diabetes, weil er deswegen nachts ein Atemgerät braucht, das er auch auf Reisen mitnehmen muss und das viel umständlicher zu transportieren ist als das Insulin und die Spritzen. ( )

 

Das Interview wurde zu Beginn des Jahres 2009 geführt.

 

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